M3 GIS Karten-Wettbewerb

Im Zuge des BSc-Moduls M3 Geographische Informationssysteme werden jedes Jahr herausragende Karten angefertigt, die technisch, inhaltlich und gestalterisch überzeugen. Damit diese Arbeiten nach der Benotung nicht nur im Archiv verstauben, wird die jeweils beste Karte der letzten und kommenden Jahre (ab 2018) zusammen mit einer Beschreibung der zugrundeliegenden Aufgabenstellung auf dieser Seite veröffentlicht. Die Karten können mit einem Klick auf das Bild auch als hochauflösende Vektorgrafik geöffnet werden.

Herzlichen Glückwunsch an die bisherigen Gewinner des Wettbewerbs!

 

2019: Neue Metrolinie in Rom (Till Frankenbach)

 

Das GIS-Abschlussprojekt 2019 bestand in der Planung einer neuen Metro-Linie für die Stadt Rom, um die Verkehrsströme umzuleiten und dadurch die Luftqualität in besonders von Verkehrsemissionen belasteten Gebieten zu verbessern. Hierzu mussten CSV-Dateien fiktiver Messstationen mit ebenfalls fiktiven Luftqualitäts-Indizes importiert, mieinander verknüpft und daraus ein vektorbasierte Gewichtungsfläche generiert werden. Eine fiktive Raster-Karte harten Gesteins musste georeferenziert und abdigitalisiert werden. Diese Flächen sollten bei der Planung ebenso gemieden werden wie bestimmte archäologische Fundstellen und Attraktionen, die aus dem OpenStreetMap-Datensatz bezogen und mit gewissen Abständen versehen wurden. Bestenfalls sollte die zuvor errechnete Gewichtungsfläche durch diese Ausschlussflächen reduziert werden. Die neu geplante Metrolinie sollte nun möglichst durch die am stärksten von der Luftverschmutzung betroffenen Stadtgebiete verlaufen und möglichst wenig Überschneidung mit den 3 bestehenden Linien aufweisen. Allerdings sollte mindestens eine zentrumsnahe Umsteige-Haltestelle eingeplant werden. Weitere Einflussfaktoren wie Gebiete mit hoher Einwohnerdichte, Geschäftsviertel, Ausbildungs- oder Sportstätten sowie Tourismusziele konnten zusätzlich berücksichtigt werden. Neben der Streckenführung umfasst die Planung auch die Platzierung von Haltestellen, die nach Umsetzbarkeit des Bauvorhabens (z.B. an einer größeren Straße oder einem Einkaufszentrum) und zu recherchierenden Abständen/Einzugsbereiche gesetzt werden sollten.

 

2018: Hotelkomplex auf Sizilien (Lennart Westenberger)

 

Aufgabe des GIS-Abschlussprojektes 2018 war die Planung eines Hotelkomplexes auf Sizilien, Italien. Dieser sollte sich in bestimmten Vegetations-Gebieten befinden und definierte Minimal-Abstände zu urbanen Räumen (Image als Naturhotel), den beiden Vulkan-Schloten des Ätna (aus Sicherheitsgründen) und bereits existierenden Konkurrenz-Hotels aufweisen. Die dazu benötigten Daten wurden aus dem CORINE- sowie OpenStreetMap-Datensatz bezogen. Im Zuge einer rasterbasierten Multi-Criteria-Decision-Analysis wurde anhand der folgenden 3 gleich gewichteten Kriterien der ideale Bauplatz ausgewählt: möglichst geringe Hangneigung (Baukosten sparen), geringe Distanz zum Ätna (Ausflugsziel) und zugleich kleine Distanz zum Meer (Badetourismus). Bestenfalls sollte die Gewichtungsfläche auf die zuvor errechneten, potentiell geeigneten Flächen zugeschnitten werden. Der gefundene Bauplatz sollte zudem mit einem Hotelkomplex auf einer Fläche von 0.25 km² beplant werden und verschiedenste Gebäude und Anlagen aufweisen.